Spielerportät: Ruben Heinrich (Kapitän des Herren Nationalteams)


Nach der letzten Weltmeisterschaft mit einem hervorragenden 3. Platz mit dem Herren-Nationalteam hat er die Kapitänsbinde von seinen Teamkollegen Chris Marks und Marc Balic überreicht bekommen. Jetzt steht für Ruben Heinrich der erste Weltcup als Kapitän kurz bevor. Neben dem Nationencup, ist der 35-jährige Hildesheimer außerdem fürs Doppel qualifiziert. Schon seit dem Beginn seiner Karriere spielt er bei Hannover 96 (ehemals KGB Hannover). Neben zahlreichen Turniersiegen im Doppel und Einzel ist er auch schon Deutscher Meister in beiden Disziplinen geworden und 2011 sogar Vize-Weltmeister im Einzel. Mit Hannover ist er 7-maliger deutscher Mannschaftsmeister und Championsleaguesieger geworden. Das er so treu zu seinem Verein steht, zeigt sich auch darin, was ihm am Tisch wichtig ist. Denn er sagt, dass ihm die Position am Tisch weniger interessiert als dass er zu seinem Mitspieler Vertrauen hat und für den er Bestleistung abliefern möchte. Trifft dies aber zu, dann nennt er am liebsten die 5er und 3er-Reihe sein Revier. Ebenso variabel wie bei der Position ist Ruben auch bei der Tischwahl. Sein Heimtisch ist der Leonhart, aber sein Lieblingstisch ist immer auch der Heimtisch des Gegners, denn performen kann das Multitabletalent auf allen gleich gut. Das viele Training das er investiert hat, hat ihn auch dahin gebracht wo er jetzt ist. Und genau diese Intensität zeichnet den Sport auch für ihn aus, er taucht ein in eine Welt in der der Alltag keine Relevanz hat. Genau diese Konzentration braucht es auch am Tisch, um wirklich erfolgreich zu sein. Und das obwohl er trotz seines Erfolgs eine Sache immer noch nicht abgelegt hat: Aus reiner Faulheit den Tisch nicht richtig auszurichten. Das ist bei der WM zum Glück alles erledigt. Wir wünschen Ruben und dem Deutschen Team viel Erfolg für die WM in Hamburg!



Hier spricht Ruben mit uns im 5-Fragen-Kurzinterview über die Weltmeisterschaft und das deutsche Nationalteam.

5 Fragen zum Team und zur WM

  • Frage 1: Was bedeutet es für dich bei der nächsten Weltmeisterschaft in deinem Heimatland dabei zu sein?
  • Frage 2: Kannst du kurz dein Team für Hamburg vorstellen?
  • Frage 3: Wie habt ihr euch vorbereitet?
  • Frage 4: Auf welche Gegner freust du dich am meisten und vor welchen hast du den größten Respekt?
  • Frage 5: Welches Ziel habt ihr euch für die Weltmeisterschaft in Hamburg gesetzt?
Ich fühle mich sehr geehrt Deutschland bei der Weltmeisterschaft vertreten zu dürfen. Es ist eine hohe Form der Wertschätzung für mich und meine Eigenschaften.
Wir stellen eine Mannschaft mit einer guten Mischung aus Erfahrung und junger Frische. Das Team ist neu zusammengestellt und kann sich daher weniger auf alte Erfolge der Mannschaft ausruhen. Der Hunger auf Erfolg ist daher noch lange nicht gestillt. Und in Hamburg wird frisch serviert…
Als Vorbereitung müssen alle gespielten Turniere der näheren Vergangenheit gesehen werden. Diese haben ja auch jeden einzelnen in das Team gebracht.
Ich freue mich besonders auf Nationen, mit denen ich normalerweise keinen Kontakt habe. Der kulturelle Reichtum macht ja ein solches Turnier neben dem sportlichen aus. Den größten Respekt hat immer der nächste Gegner, da dieser für das Weiterkommen oder Ausscheiden mitverantwortlich ist. . 
Das Ziel muss es sein, dass jeder sein Bestes gibt und sich immer dem Team unterordnet. Wenn wir das schaffen, sind wir in der Lage jeden schlagen zu können. Wenn wir uns nach dem Turnier keinen Vorwurf machen brauchen, dann haben wir unser Ziel erreicht und können mit erhobenen Haupt die Halle vor heimischen Publikum verlassen. Vielleicht baumelt dabei ja auch etwas um unserem Hals.

Spielerportät: Marc Stoffel


Obwohl er gerade mal Volljährig ist, hat er schon mehr Titel gewonnen als viele andere Tischfussballer in ihrer gesamten Karriere jemals erreichen. Marc Stoffel ist amtierender Juniorenweltmeister mit den deutschen Juniorennationalteam sowie mit dem Bad Bramstedter Nico Wohlgemuth im Junioren Doppel. Der Werdegang des gebürtigen Rheinland-Pfälzer liest sich dabei makellos. Seine Kariere begann dabei „recht spät“, wie der 18-Jährige selber sagt. Weihnachten 2010 mit einem Tisch, auf dem er immer nur abgezogen wurde. Das hat er nicht lange auf sich sitzen lassen. Schon 2012 qualifiziert er sich das erste Mal für die Deutschen Juniorenmeisterschaften. Wird 2013 3. Im Doppel, 2014 2. Im Doppel, 2015 1. Im Einzel und 2016 1. Im Doppel. 2012-14 wird er zudem Landesmeister im Juniorendoppel in Rheinland-Pfalz, gewinnt auch 2014 in Frankreich im Einzel und Doppel. Aktuell ist es jetzt sogar amtierender Deutscher Mannschaftsmeister mit dem TFBS Koblenz. Erstmals nicht mehr mit den Junioren. Der Torwart hat seinen ersten Tisch längst ausgetauscht. Hat erst einen Ullrich Sport und dann einen Leonhart, der aktuell auch sein Lieblingstisch ist. Selbst ein französischer Bonzini kam vor zwei Jahren noch dazu. Obwohl der Pullshot-Schütze auch in den Einzelwettbewerben brilliert, geht er in den Mannschaftswettbewerben noch mehr auf. Das Beste am Tischfussball ist für ihn die Zusammengehörigkeit und der Teamspirit. Ohne eine richtige Mannschaft ist er nur halb so gut, sie fängt einen auf, wenn es mal schlecht läuft und hat die Macht einen zum Sieg zu pushen. Mannschaftskollegen und Freunde machen einen erst so richtig stark, das ist der größte Erfolg den man haben kann. Wir wünschen Marc viel Erfolg für die WM in Hamburg!



Hier spricht Marc mit uns im 5-Fragen-Kurzinterview über die Weltmeisterschaft, seine Erwartungen und Ziele.

5 Fragen an: Marc Stoffel

  • Frage 1: Was bedeutet es für dich bei der nächsten Weltmeisterschaft in deinem Heimatland dabei zu sein?
  • Frage 2: Wie hart war der Weg bis zur Qualifikation für dich?
  • Frage 3: Für welche Disziplinen bist du qualifiziert und (falls für das Doppel) mit wem spielst du und warum (was zeichnet euer Spiel aus, warum tretet ihr gern zusammen an)?
  • Frage 4: Auf welche Gegner freust du dich am meisten und vor welchen hast du den größten Respekt?
  • Frage 5: Welches Ziel hast du dir für die Weltmeisterschaft in Hamburg gesetzt?
Sehr viel. Man spielt viele Turniere und jedes Turnier ist ein Erlebnis, aber die WM übertrifft alles. Man vertritt sein Land und es ist eine Ehre für mich in der Nationalmannschaft mitspielen zu dürfen.
Da ich ja Titelverteidiger bin, war ich ja schon für das Doppelt qualifiziert und brauchte mich nicht so unter Druck zu setzen. Für die anderen Sachen habe ich mich durch verschiedene Turniere qualifiziert.
Ich habe mich für Junioren Einzel qualifiziert, worüber ich mich sehr gefreut habe. Dann noch Junioren Doppel,  Speedball- und Classic Doppel. Alle Doppel Disziplinen spiele ich mit Nico Wohlgemut. Wir ergänzen uns sehr gut. Wir verstehen uns ohne Worte und können uns aufeinander verlassen. Trotz Anspannung, bleiben wir gemeinsam ruhig und kämpfen bis zum Schluss.
Respekt sollte man vor jedem Spieler haben! Freuen tue ich mich auf jeden. Es sind super Spieler am Start und man kann sich mit ihnen messen.
Unseren Titel erfolgreich zu verteidigen. (Sowohl im Doppel als auch den Mannschaftstitel) Mit der Mannschaft auf dem Treppchen stehen, das Spiel der Spiele machen für meine Mannschaft, meinen Partner und für mich alleine, Kurz gesagt Gewinnen!

Spielerportät: Maria Pader


Für die Kapitänin der Hamburg Piranhas läuft es im Moment. Maria Pader hat sich in der vergangenen Saison mit Ihrem Team, als Aufsteiger die 1. Damenbundesliga, direkt den 3. Platz gesichert. Außerdem holte die 26-jährige Hamburgerin mit ihrer Piranha-Teamkollegin Sabine Brose den Pokal im Classic Doppel in Sofia auf dem Roberto Sport, wodurch sie sich auch für das Classic bei der WM in Hamburg qualifiziert haben. Obwohl Marias Heim- und Lieblingstisch eigentlich Leonhart ist, hat sie sich auch schon im Mixed eine Silbermedaille auf dem französischen Bonzini erkämpft. Die Jet- und Zieher-Schützin kann an jedem Tisch, unabhängig von der der Position richtig gut performen. Beim Classic am liebsten im Tor, im Damen Doppel stürmt Maria lieber. Was sie besonders am Sport fasziniert ist, dass jeder die gleichen Chancen hat, denn durch Technik und Training kann fehlendes Talent ausgeglichen werden. Maria ist sehr ehrgeizig, willensstark und leidenschaftlich, dass kann jeder sehen, der ihr beim Spielen zusieht. Denn eine Sache macht sie fuchsig: man kann im Spiel nicht alles verhindern. Aber da das auch für ihre Gegner gilt, spornt sie genau dieser Fakt auch an, wie beim Finale bei einem Hamburger Challenger gegen Minyoung Bai und Jens Roos und in ihrem ersten wichtigen Sieg in 2013. Mögen noch viele dazu kommen. Wir wünschen Maria viel Erfolg für die WM in Hamburg!



Hier spricht Maria mit uns im 5-Fragen-Kurzinterview über die Weltmeisterschaft, ihre Erwartungen und Ziele.

5 Fragen an: Maria Pader

  • Frage 1: Was bedeutet es für dich bei der nächsten Weltmeisterschaft in deinem Heimatland dabei zu sein?
  • Frage 2: Wie hart war der Weg bis zur Qualifikation für dich?
  • Frage 3: Für welche Disziplinen bist du qualifiziert und (falls für das Doppel) mit wem spielst du und warum (was zeichnet euer Spiel aus, warum tretet ihr gern zusammen an)?
  • Frage 4: Auf welche Gegner freust du dich am meisten und vor welchen hast du den größten Respekt?
  • Frage 5: Welches Ziel hast du dir für die Weltmeisterschaft in Hamburg gesetzt?
Das war ein großes Ziel, wenn nicht sogar ein Traum von mir. Es ist überhaupt meine erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Das an der Seite meiner erfahrenen Doppel-Partnerin Sabine Brose und vor heimischen Publikum zu erleben ist für mich das Größte.
Durch berufliche Veränderungen, die viel Zeit und Aufmerksamkeit verlangt haben, konnte ich leider nicht viel spielen und an vielen Turnieren teilnehmen. Eine Qualifikation war für mich eigentlich nicht erreichbar. Umso glücklicher bin ich, mich dafür entschieden zu haben, mit Sabine nach Sofia zu fliegen und dort das Classic-Doppel für uns entschieden zu haben. Überhaupt verdanke ich Sabine sehr viel. Ihr Ehrgeiz und Antrieb hat mich immer wieder beflügelt auch neben dem Beruf weiter an den sportlichen Erfolg zu glauben und diesen dann auch zu erreichen. Teamspirit eben.
Ich bin mit Sabine Brose für das Classic-Doppel qualifiziert. Ich kann mir keine bessere Partnerin vorstellen, mit der ich das erleben möchte. Überhaupt hat das blinde Verständnis und der Spirit, der zwischen uns am Tisch herrscht, überhaupt eine Qualifikation für mich möglich gemacht. Für mich ist sie nicht nur Mentor und die beste Doppel-Partnerin der Welt, sondern auch eine sehr gute Freundin. Ich denke, dass macht uns stark und zeichnet uns aus. Ich habe den Willen zu gewinnen, unbedingt. Dieses Gefühl, welches ich gar nicht beeinflussen kann, am Tisch eigentlich eher für sie zu kämpfen und nicht für mich selbst, lässt mich über meine Möglichkeiten hinaus wachsen.
Respekt habe ich vor allen Gegnern. Wer sich für die WM qualifiziert hat es sich verdient und ist nicht umsonst da. Jeder möchte seine beste Performance zeigen und jedes Spiel wird eine harte Nuss werden. Da im Classic-Doppel ein Einfach-KO gespielt wird, erhoffe ich mir schon nicht gleich wieder gehen zu müssen. Die meisten Gedanken mache ich mir wegen des “Tornado”-Tischs, für uns als Classic-Doppel einer der schwierigsten Tische. Jedoch freue ich mich auf jede Begegnung und hoffe möglichst viele bestreiten zu dürfen. 
Ich möchte für Sabine und mich meine bestmögliche Performance spielen können. Ein Ziel in Form einer Zahl kann ich mir nicht setzen und wäre auch aufgrund des Modus gar nicht möglich. “Möge der Bessere gewinnen!” – Natürlich wünsche ich uns nicht gleich im ersten Spiel das schwächere Team zu sein. Ich hoffe, dass wir gute und für uns zufriedenstellende Matches bestreiten werden.

Spielerporträt: Pia Merbach


In ihrer Heimat Hessen ist sie derzeit das Maß aller Dinge. Seit 4 Jahren ist Pia Susanne Merbach dort amtierende Landesmeisterin, im Doppel 2013 bis 2016 und im Einzel 2015 und 2016. Im vergangen Jahr wird sie zudem Vizedeutsche Meisterin im Einzel. Die durchgängig starken Leistungen der Frankfurterin spiegeln sich auch in den Ranglisten des DTFB wieder, in denen Sie in 2015 3. Und 2016 sogar 2. Wurde. Auch für die Weltmeisterschaft ist die 28-Jährige bereits die zweite nach der Qualifikation für Turin in 2015. Für das Doppel hat sich Pia in diesem Jahr das Hamburger Urgestein Sabine Brose ausgesucht. Beide sind am Tisch extrem flexibel, können sowohl vorne als auch hinten spielen und ergänzen sich dadurch hervorragend. Auch wenn es am Tisch mal hastig und schnell zugeht, Pia versucht immer Ruhe ins Spiel zu bringe. Sie selbst liebt vor allem die geistige Komponente des Spiels, denn neben etwa 50 Prozent Technik, spielt der Kopf eine ebenso große Rolle, wenn es auch technisch gleichem Niveau um Sieg oder Niederlage geht. Für die Hessin ist Tischfußball ein ewiger Lernprozess sowohl technisch und taktisch als auch über sich selbst und die Gegner. Für Pia ist Tischfußball der perfekte Sport, allerdings dürfte die Lautstärke ein bisschen geringer sein. Damit können wir in Hamburg leider noch nicht dienen. Wir wünschen Pia viel Erfolg für die WM!



Hier spricht Pia mit uns im 5-Fragen-Kurzinterview über die Weltmeisterschaft, ihre Erwartungen und Ziele.

5 Fragen an: Pia Merbach

  • Frage 1: Was bedeutet es für dich bei der nächsten Weltmeisterschaft in deinem Heimatland dabei zu sein?
  • Frage 2: Wie hart war der Weg bis zur Qualifikation für dich?
  • Frage 3: Für welche Disziplinen bist du qualifiziert und (falls für das Doppel) mit wem spielst du und warum (was zeichnet euer Spiel aus, warum tretet ihr gern zusammen an)?
  • Frage 4: Auf welche Gegner freust du dich am meisten und vor welchen hast du den größten Respekt?
  • Frage 5: Welches Ziel hast du dir für die Weltmeisterschaft in Hamburg gesetzt?
Ich freue mich sehr, dass ich mich zum zweiten Mal in Folge für die Weltmeisterschaften qualifizieren konnte, diesmal sogar im Einzel, was durchaus meine stärkere Disziplin ist. Dass die Weltmeisterschaft in diesem Jahr in Hamburg stattfindet, ist natürlich für die deutschen Spieler ein riesen Bonus, da der Anfahrtsweg nicht so weit ist, außerdem ist Hamburg eine der Hochburgen fürs Kickern und daher ideal als Austragungsort.
Die Qualifikation war eher ein innerer Kampf, am Ende des Jahres 2015 überlegte ich bei zwei Turnieren, ob ich diese noch anfahren sollte um über die Rangliste qualifiziert sein zu können oder ob ich es im Folgejahr versuche. 2015 hatte ich erst sehr spät (im September) registriert wie gut meine Chancen standen. Letztendlich nahm ich die beiden Turniere mit und bin überglücklich, dass ich es so geschafft habe. Die Challenge 2016 war wesentlich härter und gerade im Doppel und im Einzel geprägt von Maura Porrmann, die eine super Saison spielte. So konnte ich mir ein „ruhiges“ Jahr machen und die Turniere als Vorbereitung sehen. 
Ich spiele sowohl das Doppel, als auch das Einzel bei den Damen. Für das Doppel konnte ich mir eine Partnerin wählen, wobei meine Wahl auf Sabine Brose fiel. Als ich sie fragte und sie zustimmte, war ich sehr glücklich. Sabine ist eine sehr ehrgeizige Spielerin, technisch gut und überall einsetzbar. Sie bringt viel Erfahrung mit, auch international, heizt mir ordentlich ein und will zu hundert Prozent gewinnen. Solche Eigenschaften sind oft spielentscheidend, gerade wenn der Gegner einen Moment nachlässt muss man stets bereit sein und solche Situationen ausnutzen. Sie ist einfach ein sehr unentbehrlicher Teamplayer und das schätze ich so an ihr.
Ich freue mich auf alle Spieler und habe stets Respekt vor allen Gegnern.
Mein Wunsch ist natürlich ein Sieg, die Weltmeisterschaft im eigenen Land gewinnen wäre schon `ne coole Nummer. Die Qualifikationsrunden sind aber schon sehr hart deshalb sollte man sich Etappenziele setzen: Quali-Runden schaffen, KO-Runden Top 10, Top 3 und dann natürlich der Sieg 😉

Spielerporträt: Sabine Brose


Es gibt kaum einen Titel, den sie noch nicht gewonnen hat. Sabine Brose gehört ohne Zweifel zu den erfolgreichsten Spielerinnen in Deutschland, sowie auf der ganzen Welt. Zur Jahrtausendwende hat die heute 38-jährige Hamburgerin begonnen an Turnieren teilzunehmen. Schnell stellten sich erste Erfolge ein und 2009 erfolgt schließlich die Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft. Im darauffolgenden Jahr erreichen Sie gemeinsam in Nantes einen hervorragenden 3. Platz, werden wieder ein Jahr später Vize-Weltmeister und in 2012 und 2013 krönen Sie die Serie mit 2 Weltmeistertiteln in Folge. 2014 folgt erneut der 3. Platz. Auch im Einzel und Doppel erringt Sabine in diesen Jahren eine Menge Titel. Was sie am Tisch besonders auszeichnet ist ihre Flexibilität. Sie ist sowohl im Sturm als auch im Tor extrem stark, kann sich an Partner, Gegner und Tischen gleichermaßen gut anpassen. Während all der Jahre hat Sabine den Spaß am Kickern nicht verloren, im Gegenteil oftmals fehlt ihr als Mutter sogar einfach die Zeit dafür. Die besten Spiele sind für sie die hart umkämpften, extrem knappen Spiele, die sich nur mit viel Können, Willensstärke und Durchhaltevermögen durch den letzten Ball entscheiden. Auf der anderen Seite findet sie es wirklich schade, dass so etwas Leidenschaftliches, so ein emotionales und mitreißendes Spiel wie Tischfussball (noch) kein anerkannter Sport ist. Doch da werden alle weiter dran arbeiten. Wir wünschen Sabine viel Erfolg für die WM!



Hier spricht Sabine mit uns im 5-Fragen-Kurzinterview über die Weltmeisterschaft, ihre Erwartungen und Ziele.

5 Fragen an: Sabine Brose

  • Frage 1: Was bedeutet es für dich bei der nächsten Weltmeisterschaft in deinem Heimatland dabei zu sein?
  • Frage 2: Wie hart war der Weg bis zur Qualifikation für dich?
  • Frage 3: Für welche Disziplinen bist du qualifiziert und (falls für das Doppel) mit wem spielst du und warum (was zeichnet euer Spiel aus, warum tretet ihr gern zusammen an)?
  • Frage 4: Auf welche Gegner freust du dich am meisten und vor welchen hast du den größten Respekt?
  • Frage 5: Welches Ziel hast du dir für die Weltmeisterschaft in Hamburg gesetzt?
Sehr, sehr viel. Nach der Geburt meiner Tochter im Jahr 2013 habe ich einige Zeit nur sehr wenig gespielt. Für die WM habe ich noch einmal richtig Gas gegeben und viele nationale und internationale Turniere besucht. Da die WM in meiner Heimatstadt Hamburg stattfindet, war der Ansporn natürlich doppelt so groß. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal ganz doll bei meinem Mann Björn Brose bedanken, der sich in der Zeit um unsere Tochter gekümmert hat.
Zuerst dachte ich dass das ein unerreichbares Ziel für mich ist, da ich nicht mehr so viel spiele wie früher. Dann hat mich auf einmal der Ehrgeiz gepackt und ich konnte mich mit 2 Siegen auf einem „International“ für das Einzel und das Classic-Doppel zusammen mit Maria Pader qualifizieren. Ein ganz großer Dank geht auch an meine Partnerin Pia Merbach die sich für das Damen-Doppel qualifiziert hat und gern mit mir auf der WM antreten möchte.
Ich bin zum einen für das Damen-Einzel qualifiziert und für das Damen-Doppel durch die Qualifikation von Pia Merbach aus Hessen. Unser Team zeichnet sich durch strategisches Denken und Ruhe am Tisch aus. Großer Vorteil ist, dass wir jeweils als Torwart und Stürmer spielen können. Somit können wir jederzeit die Positionen tauschen, sofern es erforderlich ist. Dazu kommt dass wir unterschiedliche Stärken auf den unterschiedlichen Tischen haben. Für das Classic-Doppel bin ich außerdem mit Maria Pader qualifiziert. Unser Vorteil liegt ganz klar darin, dass wir beide in Hamburg wohnen und jederzeit zusammen trainieren können und uns stundelang über die beste Taktik unterhalten können ;-). Wir können uns auch extrem gut gegenseitig motivieren, wenn es mal beim anderen schlechter läuft. Klarer Vorteil ist auch unser gutes Deckungsspiel. Privat sind wir zusätzlich auch noch befreundet 
Ich freue mich immer am meisten wenn ich gegen „ausländische Spieler“ treffe. Es ist immer schön etwas Neues zu sehen und zu lernen. Gegen „die Deutschen“ spielen wir ja immer 😉
Ziel ist natürlich ganz klar Weltmeister zu werden. Das ist aber verdammt schwer. Dazu gehört natürlich auch ein wenig Losglück. Es gibt Spielerinnen die liegen einem mehr und manche eben weniger. Auf jeden Fall möchte ich unter die ersten 10 kommen.

Spielerporträt: Nico Wohlgemuth


Er gehört zu den jüngsten Teilnehmern des Turniers und ist trotzdem schon ein alter Hase. Zum dritten Mal hat sich Nico Wohlgemuth für die Weltmeisterschaft im Tischfußball qualifiziert. Diesmal tritt der 17-jährige Spieler aus Bad Bramstedt sogar als zweifacher Titelverteidiger an. 2015 wird Nico Weltmeister im Junioren Doppel mit Partner Marc Stoffel aus Koblenz und gewinnt Gold mit dem Juniorennationalteam, für das er in diesem Jahr letztmalig antreten darf. Kickern wurde Nico quasi in die Wiege gelegt, denn auch sein Vater Jens ist begeisterter und erfolgreicher Spieler, der seinen Sohn schon im Alter von 10 Jahren mit zum Kickern nahm. 3 Jahre später wechseln beide zum FC St. Pauli, wo sie aktuell für die Erstligamannschaft und den amtierenden Pokalsieger Fightclub FC St. Pauli spielen. Der Pinshot-Schütze stürmt am liebsten, ist aber ebenso ein guter Verteidiger. Sein liebstes Hobby spielt Nico mittlerweile auf allerhöchstem Niveau, bei dem er weltweit schon viele großartige Menschen kennengelernt hat. Darüber hinaus möchte Nico den Sport auch bei allen bekannter machen, die immer noch denken, dass man nur in Kneipen ein bisschen an den Stangen dreht. Denn Tischfußball ist Leistungssport und das möchte der amtierende Weltmeister im April erneut beweisen. Wir wünschen Nico viel Erfolg für die WM!



Hier spricht Nico mit uns im 5-Fragen-Kurzinterview über die Weltmeisterschaft, seine Erwartungen und Ziele.

5 Fragen an: Nico Wohlgemuth

  • Frage 1: Was bedeutet es für dich bei der nächsten Weltmeisterschaft in deinem Heimatland dabei zu sein?
  • Frage 2: Wie hart war der Weg bis zur Qualifikation für dich?
  • Frage 3: Für welche Disziplinen bist du qualifiziert und (falls für das Doppel) mit wem spielst du und warum (was zeichnet euer Spiel aus, warum tretet ihr gern zusammen an)?
  • Frage 4: Auf welche Gegner freust du dich am meisten und vor welchen hast du den größten Respekt?
  • Frage 5: Welches Ziel hast du dir für die Weltmeisterschaft in Hamburg gesetzt?
Ich durfte schon bei zwei Weltmeisterschaften mitspielen und es war für mich immer eine riesen Ehre und Freude dabei sein zu dürfen. In Hamburg dabei sein zu dürfen, ist für mich natürlich etwas ganz besonderes. 
Die Qualifikation war für mich sehr schwierig, da ich nur durch konstante und gute Leistung vom DTFB eine Wildcard fürs Junioren Einzel bekommen habe. Dank dieser Leistung, bin ich auch durch die Hamburger Rangliste in den beiden extra Disziplinen qualifiziert (Speedball- und Classic Doppel).
Ich bin für das Junioren Einzel durch eine Wildcard vom DTFB qualifiziert, wofür ich natürlich sehr dankbar bin! Außerdem bin ich noch für das Junioren Doppel, Speedball und  Classic Doppel qualifiziert, was ich alles mit Marc Stoffel zusammen spielen werde. Das besondere an unserem Doppel ist es, dass wir kämpfen aber trotzdem ruhig bleiben.
Ich respektiere und freue mich auf alle Spieler, da es alles sehr gute Spieler sind.  
Mein Ziel ist es, mein bestes Spiel zu zeigen und den Titel zu verteidigen! 

Spielerporträt: Oke Harms


Obwohl er in Berlin wohnt und für Hannover 96 kickert, ist Oke Harms in Hamburg ein bekanntes Gesicht. Steht ein großes Turnier an, dann ist auch Oke vor Ort. Nicht zuletzt, weil er so häufig wie möglich die Gelegenheit nutzen will, sich mit seinem Hamburger Doppelpartner Minyoung Bai für die WM einzuspielen. Neben dem offenen Doppel mit Minyoung, hat sich Oke über den 2. Platz bei der Garlando WS qualifiziert. Im Doppel steht der 32-jährige Nationalspieler lieber im Tor und war dort in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich. 2012 wurde er mit dem Nationalteam Vizeweltmeister in Nantes, 2012 und 2015 haben sie bei der Leonhart WCS den Nationencup geholt. Auch auf Vereinsebene sowie in den Einzel- und Doppelwettbewerben hat Oke in den letzten Jahren abgeräumt. Er gewann 2012 die Champions League, 2012-2014 die deutsche Meisterschaft und wurde zusätzlich Zweiter bei der Garlando WS 2016 im Einzel. Der Championsleague Sieg bedeutet Oke dabei sehr viel, denn bei diesem Sieg machte er gefühlt eins der aufregendsten Einzelspiele seines Lebens. Für den Pullshot-Schützen ist eins klar: Tischfussball ist ein richtiger Sport, der mit Dynamik, Spielfreude und Sucht einhergeht. Wir wünschen Oke viel Erfolg für die WM in Hamburg!



Hier spricht Oke mit uns im 5-Fragen-Kurzinterview über die Weltmeisterschaft, seine Erwartungen und Ziele.

5 Fragen an: Oke Harms

  • Frage 1: Was bedeutet es für dich bei der nächsten Weltmeisterschaft in deinem Heimatland dabei zu sein?
  • Frage 2: Wie hart war der Weg bis zur Qualifikation für dich?
  • Frage 3: Für welche Disziplinen bist du qualifiziert und (falls für das Doppel) mit wem spielst du und warum (was zeichnet euer Spiel aus, warum tretet ihr gern zusammen an)?
  • Frage 4: Auf welche Gegner freust du dich am meisten und vor welchen hast du den größten Respekt?
  • Frage 5: Welches Ziel hast du dir für die Weltmeisterschaft in Hamburg gesetzt?
Nach dem 5. Platz 2015 im Offenen Doppel bei der WM in Turin mit Marc Balic möchte ich auch bei der WM in Hamburg im nächsten Jahr wieder vorn mitspielen. Ich freue mich riesig auf das Turnier und bin stolz in den verschiedenen Disziplinen starten zu können.
Die Qualifikation im Einzel konnte ich mir über ein grandioses Turnier auf der Garlando WS in Österreich sichern, mit dieser war nicht zu rechnen. Die guten Einzelergebnisse hätten aber eventuell auch eine Quali über die Einzel-Weltrangliste möglich gemacht. Die Qualifikation im Doppel stellte sich als sehr viel schwerer dar, da es sehr viele Aspiranten auf nur wenige Plätze gibt. Hier konnten wir uns mit einer tollen Leo WS 2016 qualifizieren.
Nationen-Cup, Offenes Einzel, Speedball und Offenes Doppel mit Minyoung Bai. Wir haben bereits das ganze Jahr etliche Turniere zusammen erfolgreich bestritten und konnten auf den verschiedenen Tischen Erfolge erzielen. Wir bereiten uns gemeinsam auf die WM vor und möchten hier vorn mitspielen.
Ich freue mich besonders auf befreundete Gegner aus Dänemark, den USA oder Großbritannien, hier begegnet man sich immer respektvoll und sportsmännisch. Ebenso freue ich mich auf neue Spieler, gegen die ich bisher noch nicht gespielt habe.
Ich möchte gern in allen Disziplinen vorn mitspielen. Ebenso in der Nationalmannschaft werde ich alles für das Team und den Erfolg in Hamburg geben, sodass wir nun nach dem 2. Platz 2012 und dem 3. Platz 2015, endlich die noch fehlende Goldmedaille im Nationencup der Herren erringen können.

Spielerporträt: Kai Eggerstedt


Kaum ein Hamburger Spieler kann so viel Spielerfahrung vorweisen wie er. Kai Eggerstedt spielt seit 28 Jahren Tischfußball auf höchstem Niveau. Während dieser Zeit ist er schon gegen die besten Spieler der Welt angetreten. Mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Senioren Doppel und der damit einhergehenden Qualifikation in seiner Heimat, krönt er mit Partner Thorsten Petersen eine sehr erfolgreiche Kicker-Karriere. Als Cim Bom Bom-Urgestein spielt der Wedeler bei einem der erfolgreichsten und konstantesten Teams der Hamburger Liga: Rekordpokalsieger, mehrfacher Hamburger Meister und Deutscher Meister. Ein Karriere Highlight war sicherlich auch die Teilnahme an der Championleague 2013 im CenterParc Medebach. Von seiner Stammposition im Tor haut Kai seinen Gegnern am liebsten die obere Bande um die Ohren. Das kann er am besten auf seinem Heimtisch Leonhart und seinem Lieblingstisch Ullrich. Dabei bleibt Kai aber immer ruhig und völlig konzentriert und wertet dadurch sein eigenes Spiel auf. Komische Geräusche der Gegner können Kai fuchsig machen. Allerdings spornt ihn dies nur noch mehr an, um das Spiel zu gewinnen. Der 56-jährige Torhüter hat aber immer Spaß am Spiel, freut sich darüber so viele verschiedene Leute zu treffen und auch, dass er sich mit Spielern aller Altersklassen messen kann. Nur eins gefällt Kai ganz und gar nicht, dass er eigentlich nie genug Zeit zum Spielen hat. Das kann er hoffentlich bald noch ändern. Wir wünschen Kai viel Erfolg für die WM!



Hier spricht Kai mit uns im 5-Fragen-Kurzinterview über die Weltmeisterschaft, seine Erwartungen und Ziele.

5 Fragen an: Kai Eggerstedt

  • Frage 1: Was bedeutet es für dich bei der nächsten Weltmeisterschaft in deinem Heimatland dabei zu sein?
  • Frage 2: Wie hart war der Weg bis zur Qualifikation für dich?
  • Frage 3: Für welche Disziplinen bist du qualifiziert und (falls für das Doppel) mit wem spielst du und warum (was zeichnet euer Spiel aus, warum tretet ihr gern zusammen an)?
  • Frage 4: Auf welche Gegner freust du dich am meisten und vor welchen hast du den größten Respekt?
  • Frage 5: Welches Ziel hast du dir für die Weltmeisterschaft in Hamburg gesetzt?
Ich freue mich riesig, dass ich mich gemeinsam mit Thosch (Anm. d. Red. Thorsten Petersen, Phönix Hamburg) für die Weltmeisterschaft in Hamburg qualifiziert habe und die WM nicht nur als Zuschauer erleben darf. Jetzt wollen wir uns bei der WM auch gut verkaufen.
Im Grunde war es für uns die letzte Möglichkeit bei der Deutschen Meisterschaft 2016 uns für das Senioren-Doppel bei der WM zu qualifizieren. Wir mussten also gewinnen. Ein Jahr zuvor hatten wir das Ticket schon greifbar nahe, wurden dann aber „nur“ Vizemeister. Dann gab es vor der Deutschen Meisterschaft noch ein Qualifikationsturnier in Haltern am See, dessen Sieger-Doppel sich für die WM in Hamburg qualifizieren konnte. Da trat ich mit Jörg Simon an und wir erzielten den dritten Platz.
Wir sind sowohl für das Senioren-Doppel als auch für das Senioren-Classic-Doppel qualifiziert. Beide Disziplinen spiele ich mit meinem Partner Thorsten Petersen. Wir spielen beide auf einem ähnlichen Niveau, wobei unsere Rollen relativ klar verteilt sind: Thosch ist der Stürmer und ich der Torhüter. Das hat sich bewährt, auch wenn wir als Doppel vielleicht etwas weniger flexibel sind, weil wir so gut wie nie die Positionen tauschen. Wir kennen uns schon sehr lange aus der Hamburger Kickerszene und wissen um die Stärken des Anderen, haben Spaß zusammen und gemeinsame Erfolge vorzuweisen, die wir ansonsten wohl nicht erreicht hätten.
Ich hoffe, dass wir die Gelegenheit bekommen, gegen einige große Namen des Tischfußballs anzutreten, wie zum Beispiel Todd Loffredo aus den USA, Arthuro Carletta aus Italien oder Guiliano Bentivoglio aus Belgien. Wobei es bei diesen Spielern auch gut sein kann, dass sie noch bei den Herren antreten. Den größten Respekt habe ich aber vor allem vor unbekannten Spielern aus nichteuropäischen Ländern, die möglicherweise mit überraschenden Schüssen und Tricks aufwarten. Da ist schnell ein Satz verloren, bevor man kapiert hat, wie der Gegner spielt. 
Ich will zumindest in den beiden Disziplinen, in denen ich antrete, in die KO -Phase kommen und mich dann vor heimischen Publikum gut verkaufen und vielleicht das ein oder andere Spiel gewinnen. Wie weit wir tatsächlich kommen, kann ich nur schlecht einschätzen, da die WM für mich auch das erste Multi-Table-Event ist. Eins weiß ich aber sicher: Ich werde die WM auf jeden Fall genießen und viel Spaß haben.

Spielerporträt: Minyoung Bai


Sein erstes Zwischenziel hat er bereits erreicht. Minyoung Bai hat sich für alle möglichen Herren-Disziplinen bei der Weltmeisterschaft in seiner Heimatstadt Hamburg qualifiziert. Dafür ist der Stürmer weit gereist, Siege in Sofia, Shanghai und anderen Metropolen haben es dem Multitable-Talent ermöglicht. Doch das ist für den ehrgeizigen Nationalspieler natürlich nur das Minimalziel. Denn der 30-Jährige hat in den letzten Jahren schon viel erreicht. In Hamburg gehört Minyoung zu den besten Spielern, denn bei ihm mischen sich Ehrgeiz, Willenskraft und Talent mit sauberer Technik, Erfahrung und Abgebrühtheit. Der Jet-Schütze analysiert blitzschnell, trifft viele gute Entscheidungen und scheint vielen Gegnern somit immer einen Schritt voraus zu sein. All diese Attribute haben ihm schon viele Erfolge eingebracht. Während Minyoung in Hamburg ziemlich regelmäßig ganz oben auf dem Treppchen landet, setzt er sich auch erfolgreich gegen die Weltelite durch. 2015 gewinnt er den World Series Titel auf seinem Lieblingstisch bei der Leonhart WCS mit dem Nationalteam. 2016 folgt schließlich der Titel als Deutscher Mannschaftsmeister in der Bundesliga und sogar der European Champions League Titel. Am Tisch ist Minyoung stets extrem ruhig, doch ist das Spiel entschieden, dann sprudeln die Emotionen nur so aus ihm heraus. Tischfußball ist definitiv Minyoungs Leidenschaft für die er lebt und alles für den Erfolg gibt, denn eins will er immer: Gewinnen! Emotionen sind dabei für ihn essentiell, sowohl positiv als auch negativ. Mögen bei der Weltmeisterschaft die positiven überwiegen. Wir wünschen Minyoung viel Erfolg für die WM!



Hier spricht Minyoung mit uns im 5-Fragen-Kurzinterview über die Weltmeisterschaft, seine Erwartungen und Ziele.

5 Fragen an: Minyoung Bai

  • Frage 1: Was bedeutet es für dich bei der nächsten Weltmeisterschaft in deinem Heimatland dabei zu sein?
  • Frage 2: Wie hart war der Weg bis zur Qualifikation für dich?
  • Frage 3: Für welche Disziplinen bist du qualifiziert und (falls für das Doppel) mit wem spielst du und warum (was zeichnet euer Spiel aus, warum tretet ihr gern zusammen an)?
  • Frage 4: Auf welche Gegner freust du dich am meisten und vor welchen hast du den größten Respekt?
  • Frage 5: Welches Ziel hast du dir für die Weltmeisterschaft in Hamburg gesetzt?
Es ist eine Ehre und ein Traum der in Erfüllung geht. Ich wollte mich unbedingt qualifizieren und bin sehr froh es geschafft zu haben, denn die Qualifikationsbedingungen sind extrem anspruchsvoll.
Extrem schwierig, obwohl ich seit 2014 zu den Top Spielern in Deutschland gelte (Nationalmannschaft). Dennoch sind die Qualifikationskriterien so anspruchsvoll, dass viele Topspieler es nicht schaffen. Daher musste man jede Qualifikationsmöglichkeit nutzen und es ist mir zum Glück gelungen.
Ich bin für alle Disziplinen die es bei der WM für die Herren gibt qualifiziert. Classic und Official Doppel spiele ich mit Oke Harms (ebenfalls Nationalspieler). Wir haben uns auch zusammen qualifiziert und wir harmonieren sehr gut am Tisch. Er ist ein sehr erfahrener und sehr guter Multitable Spieler. Wir werden viel Spaß haben. 😉
Ich habe grundsätzlich große Freude mich gegen die absolut besten der Welt zu messen und nur die besten der Welt werden da sein. Ich habe vor jedem der sich für die WM qualifizieren konnte großen Respekt.
Um mein Leben kämpfen 😉

Spielerporträt: Marlin Sielfeld


Obwohl er einer der jüngeren Spieler ist, hat Marlin Sielfeld schon immens viel erreicht. Bereits im Jahr 2010 ist der heute 24-jährige Stürmer 2-facher World Series Gewinner im Juniorenbereich bei der TecBall WCS geworden. Kurz danach wurde er zur WM 2011 in Nantes, Frankreich, Kapitän der Juniorennationalmannschaft und im Jahr 2015 schließlich in den Herren-Kader des Nationalteams berufen. Der gebürtige Wedeler wurde mit seinem Team Cim Bom Bom 2015 Deutscher Meister und ist mit dem Team amtierender European Champions League Sieger. Durch Tischfußball hat Marlin schon in jungen Jahren gelernt, mit Drucksituationen richtig umzugehen. Beim Spiel bleibt er in sich und ruhig, kann ein Gegner das nicht, sieht Marlin das als Schwäche. Um auf diesem Niveau mitzuhalten, muss auch ein Talent wie er viel trainieren. Trotzdem hat er nie den Spaß am Spiel verloren, denn sobald er am Tisch steht, bekommt er gute Laune. Trotz seiner vielen Erfolge ist er noch lange nicht satt, denn der Sport hat in ihm eine regelrechte Sucht entfacht. In den letzten Jahren hat Marlin schon viele spannende Persönlichkeiten, die über den kompletten Globus verstreut wohnen, kennengelernt und er freut sich schon jetzt, viele davon in Hamburg wieder zu treffen. Nur eine Sache schmeckt Marlin gar nicht: Dass der wunderbare Sport Tischfußball noch nicht die Aufmerksamkeit und Anerkennung bekommt, die er verdient. Genau das wollen wir ändern! Wir wünschen Marlin viel Erfolg für die WM in Hamburg!



Hier spricht Marlin mit uns im 5-Fragen-Kurzinterview über die Weltmeisterschaft, seine Erwartungen und Ziele.

5 Fragen an: Marlin Sielfeld

  • Frage 1: Was bedeutet es für dich bei der nächsten Weltmeisterschaft in deinem Heimatland dabei zu sein?
  • Frage 2: Wie hart war der Weg bis zur Qualifikation für dich?
  • Frage 3: Für welche Disziplinen bist du qualifiziert und (falls für das Doppel) mit wem spielst du und warum (was zeichnet euer Spiel aus, warum tretet ihr gern zusammen an)?
  • Frage 4: Auf welche Gegner freust du dich am meisten und vor welchen hast du den größten Respekt?
  • Frage 5: Welches Ziel hast du dir für die Weltmeisterschaft in Hamburg gesetzt?
Es bedeutet mir sehr viel bei diesem Event antreten zu dürfen. Ich hatte das Glück, schon mehrere Weltmeisterschaften zu spielen und kann wirklich sagen, dass es mit Abstand das größte und abgefahrenste Turnier der Welt ist. Ich bin leider etwas enttäuscht von mir, dass es dieses Mal nicht für eine der offenen Disziplinen oder der Nominierung für den Nationalkader gereicht hat, allerdings ist es bei der starken Konkurrenz in Deutschland auch vollkommen okay und ich freue mich natürlich total über den Startplatz im Classic Doppel.
Der Weg war sehr schwer und eigentlich habe ich nicht mehr damit gerechnet, überhaupt dort spielen zu dürfen. Ich habe meine Chancen auf mehrere Startplätze des Öfteren sehr knapp verpasst womit auch der Druck immer weiter stieg, überhaupt noch einen Startplatz zu bekommen.
Ich spiele das Classic Doppel mit Daniel Sorger. Er ist ein sehr erfahrener Spieler und zählt zu den Top-Spielern des Landes. Wir verstehen uns am Tisch sehr gut und bauen uns gegenseitig auf. Es macht Spaß mit ihm. Außerdem spiele ich noch das Herren-Einzel.
Ich respektiere alle Spieler, die sich bei dieser WM einen Startplatz sichern konnten! Besonders freue ich mich darüber, dass meine Türkischen Mannschaftskollegen von CBB Wedel für die Türkei antreten. Natürlich hoffe ich auf ein Derby gegen meinen Hamburger Partner und „ehemaligen“ Meister Muhammet Ertürk. (Anm. d. Red. Muhammet Ertürk ist Kapitän von Cim Bom Bom)
Unser Ziel ist ganz klar der Titel, logisch!