Über Tischfußball

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  • Speedball und Classic

Tischfußball kennt Jeder – ob jung oder alt, Mann oder Frau, Tischfußball ist Faszination für Alle. Nahezu jeder Deutsche hat es mal gespielt, rund vier Millionen Menschen in diesem Land kickern regelmäßig und über 7.000 mit leistungsorientiertem Anspruch – Tendenz steigend. Tischfußball ist nicht nur ein beliebtes Kneipenvergnügen – die besten Spieler treten regelmäßig in Landes- und Bundesligen gegeneinander an und messen sich auf internationaler Ebene bei Einzel-, Team- und Nationenwettkämpfen.

  • Freizeitvergnügen: Allein in Hamburg gibt es für Gelegenheits-Spieler über 2.000 Kicker-Tische in Kneipen, Jugendzentren, Schulen und Firmen. Mit über 100.000 Hobbyspielern hat der Tischfußball in Deutschland eine breite Fangemeinde. Auch in Firmen etabliert sich der Sport immer mehr als gemeinsame Freizeitaktivität.
  • Leistungsorientierter Sport: In Deutschland betreiben über 7.000 Spieler den Sport aktiv im organisierten Liga- und Turnierbetrieb. Weltweit tragen über 100.000 Spieler zur Professionalisierung des Tischfußballs bei.

In Hamburg

Hamburg ist Tischfußball-Hochburg, wenn nicht sogar die Hochburg schlechthin. Viele Jahre lang gab es schon eine kleine Turnierspieler-Szene und eine Kneipen-Szene. Mit Gründung des TFVHH – Tischfußballverbands Hamburg begann vor etwa 10 Jahren der Aufbau einer Mannschaftsliga und der Ausbau des Turnierbetriebs. Inzwischen hat Hamburg mit dem TFVHH den mitgliedstärksten Landesverband mit knapp 1000 SpielerInnen, hat mit der Tischfußballabteilung FC St. Pauli den größten Verein der Welt, hat zahlreiche Firmen die Tischfußball als Betriebssport ausüben und den größten IT Kicker-Cup (Silpion), hat mit dem Hamburgweiten Kickerturnieren (HAKITU) eine einzigartige Turnierserie für Jugendhäuser und Schulen.

In Deutschland

Der DTFB – Deutscher Tischfußballbund besteht aus 13 Landesverbänden und hat gut 7.000 aktive Mitglieder. Mit über 100 Mannschaften organisiert der DTFB die weltweit größte Tischfußball-Liga (Bundesliga). Auch international genießt der deutsche Verband hohes Ansehen als Veranstalter der weltweit größten Turnierserie mit über 130 deutschlandweiten Turnieren im Jahr 2015. Das nächste Ziel ist die Aufnahme in den DOSB.

International

Der ITSF ist der Weltverband des Tischfußballs mit Sitz in Nantes, Frankreich. Der Verband hat heute bereits 67 Mitgliedsnationen und richtet jährlich über 80 internationale Turniere aus. In der Weltrangliste des ITSF sind aktuell über 4.500 aktive Spieler vertreten. Das große Ziel ist es irgendwann mal olympisch zu sein…

  1. Vor Spielbeginn wird gelost, welche Mannschaft den ersten Anstoß bekommt, z.B. durch Werfen einer Münze. Der Anstoß erfolgt aus einer ruhenden Position der mittleren Figur aus der Fünferreihe.
  2. Ein Ball, der die Torlinie überschreitet, wird als Tor gewertet, auch wenn der Ball danach wieder auf die Spielfläche zurückprallen sollte! Auch Tore aus dem Mittelfeld zählen.
  3. Kassiert eine Mannschaft ein Tor, hat diese Mannschaft Anstoß.
  4. Dauer-Kurbeln ist verboten und zählt als Foul. Erlaubt ist eine kontrollierte Kurbel: Das bedeutet, dass die Stange jeweils vor und nach einer Ballberührung maximal eine komplette Drehung machen darf.
  5. Ein Ball wird für tot erklärt, wenn er bewegungslos liegt und von keiner Figur erreicht werden kann. Der Ball kommt in den nähergelegenen Torwart-Bereich (Abstoß). Bleibt der Ball in der Mitte liegen, wird der letzte Anstoß wiederholt.
  6. Fliegt ein Ball aus dem Tisch, bekommt das Team einen Abstoß im Torwart-Bereich, welches den Ball nicht aktiv aus dem Tisch gespielt hat.
  7. Jedes Team darf zwei Time Outs (Auszeit) pro Spiel nehmen, die jeweils 30 Sekunden lang dauern. Während dieser Zeit dürfen die Spieler den Tisch verlassen. Wenn der Ball im Spiel ist, darf nur die Mannschaft ein Time Out ausrufen, die im Besitz des Balles ist.
  8. Die Spieler eines Teams (Doppel) dürfen ihre Position während einer Auszeit oder nach einem erzielten Tor tauschen.
  9. Der Ballbesitz ist auf maximal 10 Sekunden auf der Fünferreihe und 15 Sekunden auf alle anderen Stangen begrenzt. Bei einer Zeitüberschreitung geht der Ball an die gegnerische Mannschaft.



Hier geht es zum offiziellen Regelbuch vom ITSF (PDF)

Tische bei der WM

Bonzini (Frankreich), Garlando (Italy), Leonhart (Germany), Roberto Sport (Italy), Tornado (USA)

World Championships (Einzel und Doppel)

Qualifikation:
Bei einer Begegnung wird nur ein Spiel bis 7 Tore gespielt. Jeder Spieler wird gegen 6 bis 8 andere Spieler antreten. Mindestens die Hälfte aller Spiele wird auf dem gewählten Heimtisch gespielt.

Elimination:
Bei einer Begegnung werden 5 Spiele (Best of 5) bis 5 Tore gespielt. Nach jedem Spiel wird der Tisch gewechselt. Im 5ten Spiel wird der erste Ball auf dem ersten Tisch gespielt, danach wird der Tisch nach jeweils 2 Bällen gewechselt, bis es einen Gewinner mit 2 Punkten Abstand gibt (es gibt kein Punktelimit).
Vor jeder Begegnung werden 2 Münzen geworfen. Der Spieler, der den ersten Münzwurf gewinnt, entscheidet auf welcher Seite des Tisches er/sie über die gesamte Begegnung hinweg spielen möchte. Der Spieler der den zweiten Münzwurf gewinnt, entscheidet auf welchem Tisch zuerst gespielt wird und wer den ersten Ball bekommt.

Nations Cup

Ein Satz hat 40 Bälle. In einem Spiel werden 5 Bälle gespielt. Ein Satz wird in der folgenden Reihenfolge gespielt: S1* – D1 – D2* – S2 – D1* – S1 – S2* – D2 (S=Single, D= Double, *=Starttisch des Satzes).
Punkte werden für den gesamten Satz gesammelt. Es gibt zwei Auszeiten pro Satz. Alle Spiele werden in aufeinander folgender Reihenfolge gespielt und beginnen direkt, nachdem das vorherige beendet wurde. Der Ball geht immer an das Team, dass das letzte Tor kassiert hat.
2 von 3 Reservespielern können während einer Begegnung eingesetzt werden, aber nicht während des ersten Satzes und nur vor dem Start des nächsten Satzes

Vor jeder Begegnung werden 2 Münzen geworfen. Das Team, das den ersten Münzwurf gewinnt, entscheidet auf welcher Seite des Tisches das Team über die gesamte Begegnung hinweg spielen möchte. Das Team das den zweiten Münzwurf gewinnt, entscheidet auf welchem Tisch zuerst gespielt wird oder wer den ersten Ball bekommt.

Qualifikation:
2 Sätze werden gespielt, bis das erste Team 21 Tore erzielt hat (mit unentschieden bei 20:20).

Elimination:
Best of 3 Sets – ohne unentschieden. Wenn es im ersten und zweiten Satz 20:20 steht, wird ein 6ter Ball gespielt. Steht es im letzten Satz unentschieden, gibt es Penalty Shootout.

Wer sich ausführlicher mit den Regeln beschäftigen möchte, kann sich das Scoresheet angucken. (PDF-engl.)


Die neuen Disziplinen Speedball und Classic finden dieses Jahr das erste mal bei einer WM statt. Wir dürfen also gespannt sein, wie die Kicker-Profis die noch jungen Disziplinen meistern.

Speedball

Wie der Name es verrät, geht es bei der Disziplinen um Geschwindigkeit. Die große Herausforderung ist es, trotzdem sein Geschick anzuwenden, denn während des Spiels muss der Ball ununterbrochen in Bewegung sein. Nachdem der Ball ins Spiel gebracht wurde, darf er nicht mehr gestoppt werden oder länger als eine Sekunde in Besitz einer Spielerfigur sein. Berührt der Ball eine Figur und wird nicht direkt innerhalb einer Sekunde weitergeleitet, muss er zuerst eine andere Figur der gleichen Stange oder die Bande innerhalb einer Sekunde berühren. Wird der Ball geklemmt, darf er von der gleichen Figur weitergeleitet werden, solange das innerhalb von einer Sekunde geschieht. Das Zeitlimit für den Ballbesitz ist auf fünf Sekunden für ALLE Stangen beschränkt. Die Verteidigerstangen gelten als eine Stange. Die Zeit wird angehalten, solange sich der Ball nicht in Reichweite einer Figur befindet. Bei der Auflage oder bei Wiederaufnahme des Spiels beginnt das Zeitlimit sobald der Ball die zweite Figur berührt. Jedes Team darf pro Satz zwei 15-sekündige Auszeit nehmen. Auszeiten sind nur zwischen Bällen oder Sätzen erlaubt. Auszeiten sind nicht erlaubt während der Ball sich im Spiel befindet, es sei denn es handelt sich um eine offizielle Auszeit um einen Schiedsrichter zu beantragen oder ein Foul zu reklamieren. Spieler dürfen die Position nicht während des Spiels wechseln, außer zwischen Bällen oder Sätzen.

Classic

Bei der Disziplin Classic sind 360 Grad Schüsse auf allen Stangen verboten, außerdem ist der Ballbesitz auf zehn Sekunden für alle Stangen beschränkt. Die Verteidigerstangen gelten als eine Stange. Weiterhin gibt es 3 verschiedene Passregeloptionen, die vor Beginn des Turniers bekannt gegeben werden.

Wie diese genau aussehen und welche weiteren Feinheiten es für Speedball gibt, findet ihr im ITSF Regelwerk dieser neuen Disziplinen (PDF).