Spielerportät: Maria Pader


Für die Kapitänin der Hamburg Piranhas läuft es im Moment. Maria Pader hat sich in der vergangenen Saison mit Ihrem Team, als Aufsteiger die 1. Damenbundesliga, direkt den 3. Platz gesichert. Außerdem holte die 26-jährige Hamburgerin mit ihrer Piranha-Teamkollegin Sabine Brose den Pokal im Classic Doppel in Sofia auf dem Roberto Sport, wodurch sie sich auch für das Classic bei der WM in Hamburg qualifiziert haben. Obwohl Marias Heim- und Lieblingstisch eigentlich Leonhart ist, hat sie sich auch schon im Mixed eine Silbermedaille auf dem französischen Bonzini erkämpft. Die Jet- und Zieher-Schützin kann an jedem Tisch, unabhängig von der der Position richtig gut performen. Beim Classic am liebsten im Tor, im Damen Doppel stürmt Maria lieber. Was sie besonders am Sport fasziniert ist, dass jeder die gleichen Chancen hat, denn durch Technik und Training kann fehlendes Talent ausgeglichen werden. Maria ist sehr ehrgeizig, willensstark und leidenschaftlich, dass kann jeder sehen, der ihr beim Spielen zusieht. Denn eine Sache macht sie fuchsig: man kann im Spiel nicht alles verhindern. Aber da das auch für ihre Gegner gilt, spornt sie genau dieser Fakt auch an, wie beim Finale bei einem Hamburger Challenger gegen Minyoung Bai und Jens Roos und in ihrem ersten wichtigen Sieg in 2013. Mögen noch viele dazu kommen. Wir wünschen Maria viel Erfolg für die WM in Hamburg!



Hier spricht Maria mit uns im 5-Fragen-Kurzinterview über die Weltmeisterschaft, ihre Erwartungen und Ziele.

5 Fragen an: Maria Pader

  • Frage 1: Was bedeutet es für dich bei der nächsten Weltmeisterschaft in deinem Heimatland dabei zu sein?
  • Frage 2: Wie hart war der Weg bis zur Qualifikation für dich?
  • Frage 3: Für welche Disziplinen bist du qualifiziert und (falls für das Doppel) mit wem spielst du und warum (was zeichnet euer Spiel aus, warum tretet ihr gern zusammen an)?
  • Frage 4: Auf welche Gegner freust du dich am meisten und vor welchen hast du den größten Respekt?
  • Frage 5: Welches Ziel hast du dir für die Weltmeisterschaft in Hamburg gesetzt?
Das war ein großes Ziel, wenn nicht sogar ein Traum von mir. Es ist überhaupt meine erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Das an der Seite meiner erfahrenen Doppel-Partnerin Sabine Brose und vor heimischen Publikum zu erleben ist für mich das Größte.
Durch berufliche Veränderungen, die viel Zeit und Aufmerksamkeit verlangt haben, konnte ich leider nicht viel spielen und an vielen Turnieren teilnehmen. Eine Qualifikation war für mich eigentlich nicht erreichbar. Umso glücklicher bin ich, mich dafür entschieden zu haben, mit Sabine nach Sofia zu fliegen und dort das Classic-Doppel für uns entschieden zu haben. Überhaupt verdanke ich Sabine sehr viel. Ihr Ehrgeiz und Antrieb hat mich immer wieder beflügelt auch neben dem Beruf weiter an den sportlichen Erfolg zu glauben und diesen dann auch zu erreichen. Teamspirit eben.
Ich bin mit Sabine Brose für das Classic-Doppel qualifiziert. Ich kann mir keine bessere Partnerin vorstellen, mit der ich das erleben möchte. Überhaupt hat das blinde Verständnis und der Spirit, der zwischen uns am Tisch herrscht, überhaupt eine Qualifikation für mich möglich gemacht. Für mich ist sie nicht nur Mentor und die beste Doppel-Partnerin der Welt, sondern auch eine sehr gute Freundin. Ich denke, dass macht uns stark und zeichnet uns aus. Ich habe den Willen zu gewinnen, unbedingt. Dieses Gefühl, welches ich gar nicht beeinflussen kann, am Tisch eigentlich eher für sie zu kämpfen und nicht für mich selbst, lässt mich über meine Möglichkeiten hinaus wachsen.
Respekt habe ich vor allen Gegnern. Wer sich für die WM qualifiziert hat es sich verdient und ist nicht umsonst da. Jeder möchte seine beste Performance zeigen und jedes Spiel wird eine harte Nuss werden. Da im Classic-Doppel ein Einfach-KO gespielt wird, erhoffe ich mir schon nicht gleich wieder gehen zu müssen. Die meisten Gedanken mache ich mir wegen des “Tornado”-Tischs, für uns als Classic-Doppel einer der schwierigsten Tische. Jedoch freue ich mich auf jede Begegnung und hoffe möglichst viele bestreiten zu dürfen. 
Ich möchte für Sabine und mich meine bestmögliche Performance spielen können. Ein Ziel in Form einer Zahl kann ich mir nicht setzen und wäre auch aufgrund des Modus gar nicht möglich. “Möge der Bessere gewinnen!” – Natürlich wünsche ich uns nicht gleich im ersten Spiel das schwächere Team zu sein. Ich hoffe, dass wir gute und für uns zufriedenstellende Matches bestreiten werden.