Spielerportät: Ruben Heinrich (Kapitän des Herren Nationalteams)


Nach der letzten Weltmeisterschaft mit einem hervorragenden 3. Platz mit dem Herren-Nationalteam hat er die Kapitänsbinde von seinen Teamkollegen Chris Marks und Marc Balic überreicht bekommen. Jetzt steht für Ruben Heinrich der erste Weltcup als Kapitän kurz bevor. Neben dem Nationencup, ist der 35-jährige Hildesheimer außerdem fürs Doppel qualifiziert. Schon seit dem Beginn seiner Karriere spielt er bei Hannover 96 (ehemals KGB Hannover). Neben zahlreichen Turniersiegen im Doppel und Einzel ist er auch schon Deutscher Meister in beiden Disziplinen geworden und 2011 sogar Vize-Weltmeister im Einzel. Mit Hannover ist er 7-maliger deutscher Mannschaftsmeister und Championsleaguesieger geworden. Das er so treu zu seinem Verein steht, zeigt sich auch darin, was ihm am Tisch wichtig ist. Denn er sagt, dass ihm die Position am Tisch weniger interessiert als dass er zu seinem Mitspieler Vertrauen hat und für den er Bestleistung abliefern möchte. Trifft dies aber zu, dann nennt er am liebsten die 5er und 3er-Reihe sein Revier. Ebenso variabel wie bei der Position ist Ruben auch bei der Tischwahl. Sein Heimtisch ist der Leonhart, aber sein Lieblingstisch ist immer auch der Heimtisch des Gegners, denn performen kann das Multitabletalent auf allen gleich gut. Das viele Training das er investiert hat, hat ihn auch dahin gebracht wo er jetzt ist. Und genau diese Intensität zeichnet den Sport auch für ihn aus, er taucht ein in eine Welt in der der Alltag keine Relevanz hat. Genau diese Konzentration braucht es auch am Tisch, um wirklich erfolgreich zu sein. Und das obwohl er trotz seines Erfolgs eine Sache immer noch nicht abgelegt hat: Aus reiner Faulheit den Tisch nicht richtig auszurichten. Das ist bei der WM zum Glück alles erledigt. Wir wünschen Ruben und dem Deutschen Team viel Erfolg für die WM in Hamburg!



Hier spricht Ruben mit uns im 5-Fragen-Kurzinterview über die Weltmeisterschaft und das deutsche Nationalteam.

5 Fragen zum Team und zur WM

  • Frage 1: Was bedeutet es für dich bei der nächsten Weltmeisterschaft in deinem Heimatland dabei zu sein?
  • Frage 2: Kannst du kurz dein Team für Hamburg vorstellen?
  • Frage 3: Wie habt ihr euch vorbereitet?
  • Frage 4: Auf welche Gegner freust du dich am meisten und vor welchen hast du den größten Respekt?
  • Frage 5: Welches Ziel habt ihr euch für die Weltmeisterschaft in Hamburg gesetzt?
Ich fühle mich sehr geehrt Deutschland bei der Weltmeisterschaft vertreten zu dürfen. Es ist eine hohe Form der Wertschätzung für mich und meine Eigenschaften.
Wir stellen eine Mannschaft mit einer guten Mischung aus Erfahrung und junger Frische. Das Team ist neu zusammengestellt und kann sich daher weniger auf alte Erfolge der Mannschaft ausruhen. Der Hunger auf Erfolg ist daher noch lange nicht gestillt. Und in Hamburg wird frisch serviert…
Als Vorbereitung müssen alle gespielten Turniere der näheren Vergangenheit gesehen werden. Diese haben ja auch jeden einzelnen in das Team gebracht.
Ich freue mich besonders auf Nationen, mit denen ich normalerweise keinen Kontakt habe. Der kulturelle Reichtum macht ja ein solches Turnier neben dem sportlichen aus. Den größten Respekt hat immer der nächste Gegner, da dieser für das Weiterkommen oder Ausscheiden mitverantwortlich ist. . 
Das Ziel muss es sein, dass jeder sein Bestes gibt und sich immer dem Team unterordnet. Wenn wir das schaffen, sind wir in der Lage jeden schlagen zu können. Wenn wir uns nach dem Turnier keinen Vorwurf machen brauchen, dann haben wir unser Ziel erreicht und können mit erhobenen Haupt die Halle vor heimischen Publikum verlassen. Vielleicht baumelt dabei ja auch etwas um unserem Hals.