Spielerporträt: Kai Eggerstedt


Kaum ein Hamburger Spieler kann so viel Spielerfahrung vorweisen wie er. Kai Eggerstedt spielt seit 28 Jahren Tischfußball auf höchstem Niveau. Während dieser Zeit ist er schon gegen die besten Spieler der Welt angetreten. Mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Senioren Doppel und der damit einhergehenden Qualifikation in seiner Heimat, krönt er mit Partner Thorsten Petersen eine sehr erfolgreiche Kicker-Karriere. Als Cim Bom Bom-Urgestein spielt der Wedeler bei einem der erfolgreichsten und konstantesten Teams der Hamburger Liga: Rekordpokalsieger, mehrfacher Hamburger Meister und Deutscher Meister. Ein Karriere Highlight war sicherlich auch die Teilnahme an der Championleague 2013 im CenterParc Medebach. Von seiner Stammposition im Tor haut Kai seinen Gegnern am liebsten die obere Bande um die Ohren. Das kann er am besten auf seinem Heimtisch Leonhart und seinem Lieblingstisch Ullrich. Dabei bleibt Kai aber immer ruhig und völlig konzentriert und wertet dadurch sein eigenes Spiel auf. Komische Geräusche der Gegner können Kai fuchsig machen. Allerdings spornt ihn dies nur noch mehr an, um das Spiel zu gewinnen. Der 56-jährige Torhüter hat aber immer Spaß am Spiel, freut sich darüber so viele verschiedene Leute zu treffen und auch, dass er sich mit Spielern aller Altersklassen messen kann. Nur eins gefällt Kai ganz und gar nicht, dass er eigentlich nie genug Zeit zum Spielen hat. Das kann er hoffentlich bald noch ändern. Wir wünschen Kai viel Erfolg für die WM!



Hier spricht Kai mit uns im 5-Fragen-Kurzinterview über die Weltmeisterschaft, seine Erwartungen und Ziele.

5 Fragen an: Kai Eggerstedt

  • Frage 1: Was bedeutet es für dich bei der nächsten Weltmeisterschaft in deinem Heimatland dabei zu sein?
  • Frage 2: Wie hart war der Weg bis zur Qualifikation für dich?
  • Frage 3: Für welche Disziplinen bist du qualifiziert und (falls für das Doppel) mit wem spielst du und warum (was zeichnet euer Spiel aus, warum tretet ihr gern zusammen an)?
  • Frage 4: Auf welche Gegner freust du dich am meisten und vor welchen hast du den größten Respekt?
  • Frage 5: Welches Ziel hast du dir für die Weltmeisterschaft in Hamburg gesetzt?
Ich freue mich riesig, dass ich mich gemeinsam mit Thosch (Anm. d. Red. Thorsten Petersen, Phönix Hamburg) für die Weltmeisterschaft in Hamburg qualifiziert habe und die WM nicht nur als Zuschauer erleben darf. Jetzt wollen wir uns bei der WM auch gut verkaufen.
Im Grunde war es für uns die letzte Möglichkeit bei der Deutschen Meisterschaft 2016 uns für das Senioren-Doppel bei der WM zu qualifizieren. Wir mussten also gewinnen. Ein Jahr zuvor hatten wir das Ticket schon greifbar nahe, wurden dann aber „nur“ Vizemeister. Dann gab es vor der Deutschen Meisterschaft noch ein Qualifikationsturnier in Haltern am See, dessen Sieger-Doppel sich für die WM in Hamburg qualifizieren konnte. Da trat ich mit Jörg Simon an und wir erzielten den dritten Platz.
Wir sind sowohl für das Senioren-Doppel als auch für das Senioren-Classic-Doppel qualifiziert. Beide Disziplinen spiele ich mit meinem Partner Thorsten Petersen. Wir spielen beide auf einem ähnlichen Niveau, wobei unsere Rollen relativ klar verteilt sind: Thosch ist der Stürmer und ich der Torhüter. Das hat sich bewährt, auch wenn wir als Doppel vielleicht etwas weniger flexibel sind, weil wir so gut wie nie die Positionen tauschen. Wir kennen uns schon sehr lange aus der Hamburger Kickerszene und wissen um die Stärken des Anderen, haben Spaß zusammen und gemeinsame Erfolge vorzuweisen, die wir ansonsten wohl nicht erreicht hätten.
Ich hoffe, dass wir die Gelegenheit bekommen, gegen einige große Namen des Tischfußballs anzutreten, wie zum Beispiel Todd Loffredo aus den USA, Arthuro Carletta aus Italien oder Guiliano Bentivoglio aus Belgien. Wobei es bei diesen Spielern auch gut sein kann, dass sie noch bei den Herren antreten. Den größten Respekt habe ich aber vor allem vor unbekannten Spielern aus nichteuropäischen Ländern, die möglicherweise mit überraschenden Schüssen und Tricks aufwarten. Da ist schnell ein Satz verloren, bevor man kapiert hat, wie der Gegner spielt. 
Ich will zumindest in den beiden Disziplinen, in denen ich antrete, in die KO -Phase kommen und mich dann vor heimischen Publikum gut verkaufen und vielleicht das ein oder andere Spiel gewinnen. Wie weit wir tatsächlich kommen, kann ich nur schlecht einschätzen, da die WM für mich auch das erste Multi-Table-Event ist. Eins weiß ich aber sicher: Ich werde die WM auf jeden Fall genießen und viel Spaß haben.