Spielerporträt: Sabine Brose


Es gibt kaum einen Titel, den sie noch nicht gewonnen hat. Sabine Brose gehört ohne Zweifel zu den erfolgreichsten Spielerinnen in Deutschland, sowie auf der ganzen Welt. Zur Jahrtausendwende hat die heute 38-jährige Hamburgerin begonnen an Turnieren teilzunehmen. Schnell stellten sich erste Erfolge ein und 2009 erfolgt schließlich die Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft. Im darauffolgenden Jahr erreichen Sie gemeinsam in Nantes einen hervorragenden 3. Platz, werden wieder ein Jahr später Vize-Weltmeister und in 2012 und 2013 krönen Sie die Serie mit 2 Weltmeistertiteln in Folge. 2014 folgt erneut der 3. Platz. Auch im Einzel und Doppel erringt Sabine in diesen Jahren eine Menge Titel. Was sie am Tisch besonders auszeichnet ist ihre Flexibilität. Sie ist sowohl im Sturm als auch im Tor extrem stark, kann sich an Partner, Gegner und Tischen gleichermaßen gut anpassen. Während all der Jahre hat Sabine den Spaß am Kickern nicht verloren, im Gegenteil oftmals fehlt ihr als Mutter sogar einfach die Zeit dafür. Die besten Spiele sind für sie die hart umkämpften, extrem knappen Spiele, die sich nur mit viel Können, Willensstärke und Durchhaltevermögen durch den letzten Ball entscheiden. Auf der anderen Seite findet sie es wirklich schade, dass so etwas Leidenschaftliches, so ein emotionales und mitreißendes Spiel wie Tischfussball (noch) kein anerkannter Sport ist. Doch da werden alle weiter dran arbeiten. Wir wünschen Sabine viel Erfolg für die WM!



Hier spricht Sabine mit uns im 5-Fragen-Kurzinterview über die Weltmeisterschaft, ihre Erwartungen und Ziele.

5 Fragen an: Sabine Brose

  • Frage 1: Was bedeutet es für dich bei der nächsten Weltmeisterschaft in deinem Heimatland dabei zu sein?
  • Frage 2: Wie hart war der Weg bis zur Qualifikation für dich?
  • Frage 3: Für welche Disziplinen bist du qualifiziert und (falls für das Doppel) mit wem spielst du und warum (was zeichnet euer Spiel aus, warum tretet ihr gern zusammen an)?
  • Frage 4: Auf welche Gegner freust du dich am meisten und vor welchen hast du den größten Respekt?
  • Frage 5: Welches Ziel hast du dir für die Weltmeisterschaft in Hamburg gesetzt?
Sehr, sehr viel. Nach der Geburt meiner Tochter im Jahr 2013 habe ich einige Zeit nur sehr wenig gespielt. Für die WM habe ich noch einmal richtig Gas gegeben und viele nationale und internationale Turniere besucht. Da die WM in meiner Heimatstadt Hamburg stattfindet, war der Ansporn natürlich doppelt so groß. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal ganz doll bei meinem Mann Björn Brose bedanken, der sich in der Zeit um unsere Tochter gekümmert hat.
Zuerst dachte ich dass das ein unerreichbares Ziel für mich ist, da ich nicht mehr so viel spiele wie früher. Dann hat mich auf einmal der Ehrgeiz gepackt und ich konnte mich mit 2 Siegen auf einem „International“ für das Einzel und das Classic-Doppel zusammen mit Maria Pader qualifizieren. Ein ganz großer Dank geht auch an meine Partnerin Pia Merbach die sich für das Damen-Doppel qualifiziert hat und gern mit mir auf der WM antreten möchte.
Ich bin zum einen für das Damen-Einzel qualifiziert und für das Damen-Doppel durch die Qualifikation von Pia Merbach aus Hessen. Unser Team zeichnet sich durch strategisches Denken und Ruhe am Tisch aus. Großer Vorteil ist, dass wir jeweils als Torwart und Stürmer spielen können. Somit können wir jederzeit die Positionen tauschen, sofern es erforderlich ist. Dazu kommt dass wir unterschiedliche Stärken auf den unterschiedlichen Tischen haben. Für das Classic-Doppel bin ich außerdem mit Maria Pader qualifiziert. Unser Vorteil liegt ganz klar darin, dass wir beide in Hamburg wohnen und jederzeit zusammen trainieren können und uns stundelang über die beste Taktik unterhalten können ;-). Wir können uns auch extrem gut gegenseitig motivieren, wenn es mal beim anderen schlechter läuft. Klarer Vorteil ist auch unser gutes Deckungsspiel. Privat sind wir zusätzlich auch noch befreundet 
Ich freue mich immer am meisten wenn ich gegen „ausländische Spieler“ treffe. Es ist immer schön etwas Neues zu sehen und zu lernen. Gegen „die Deutschen“ spielen wir ja immer 😉
Ziel ist natürlich ganz klar Weltmeister zu werden. Das ist aber verdammt schwer. Dazu gehört natürlich auch ein wenig Losglück. Es gibt Spielerinnen die liegen einem mehr und manche eben weniger. Auf jeden Fall möchte ich unter die ersten 10 kommen.